Billard-Krausse - ein Unternehmen mit Tradition.

Robert Krausse gründete 1886 die Billardfabrik auf der Brückenstraße in Chemnitz. Im Jahre 1963 erfolgte der Umzug in die heutige Carolastraße Nummer 5. Der Schwiegersohn von Robert Krausse führte die Geschäfte bis 1974 und übergab sie dann seinem Nachfolger Tischlermeister H.-J. Ritscher. Seit September 2007 leitet Tischlermeister Marco Lohmann die Geschäfte, der nunmehr der vierte Inhaber des traditionsreichen Unternehmens ist.

Billard-Krausse Chemnitz - historische Aufnahme des Firmengründers
Firmengründer Robert Krausse (vorn) zusammen mit der Belegschaft von Billard-Krausse (ca. 1910)

In den Jahren bis 1990 wurden überwiegend kleine Billards für den Haus- und Freizeitgebrauch hergestellt. Auch Fahrgastschiffe auf Wolga und Don sind mit Tischen aus Chemnitz ausgerüstet worden. Kegel- und Carambolbillards wurden hauptsächlich für die Vereine des Ostdeutschen Billardsportverbandes hergestellt. Die Fertigung einer großen Anzahl russischer Poolbillards erfolgte im Auftrag der Garnisonen der russischen Armee. Mit der deutschen Einheit kamen neue Herausforderungen auf das Unternehmen zu. Herr Ritscher musste sich völlig neu am Markt orientieren und behaupten. Neue Materialien und Technologien standen nun zur Verfügung, das Sortiment musste erweitert werden.
Seit 1990 umfasst das Programm des Handwerkbetriebes Billard-Krausse alle Sorten von Billards. Mit seinen Mitarbeitern versuchte H.-J. Ritscher ständig, seine Produktpalette zu erweitern. So werden jetzt auch Auflegeloch-Billards für Kinder-, Skat- und Würfeltische gefertigt. Auch die Ausstattung von deutschen Meisterschaften und Landesmeisterschaften gehören seit diesen Jahren zur Kernkompetenz der Firma Billard-Krausse.

Ab dem Jahre 2000 wurde in mehreren Versuchsreihen und in enger Zusammenarbeit mit den Sportfreunden der Region eine neue Bande speziell für Kegelbillards entwickelt, da Formen und Rezepturen dafür in den Wirren der Umwälzungen in Ostdeutschland verloren gingen.
2006 feierte man das 120jährige Bestehen des Unternehmens und Hans-Jörg Ritscher stand vor der schwierigsten Aufgabe seiner 32jährigen Tätigkeit: der wohl älteste Billardbaubetrieb suchte einen würdigen Nachfolger.
Im Jahre 2007 erfolgte dann der Generationswechsel: Tischlermeister Marco Lohmann, der bereits sein Meisterstück - ein Poolbillard mit integrierter Bar in Ritschers Werkstatt fertigte - nahm die Herausforderung an.
Durch Modernisierung und innovative neue Verfahrenstechniken konnten den Billardfreunden ab Frühjahr 2009 neue preiswerte Modelle präsentiert werden, die sofort großen Anklang fanden. Auch das lieferbare Zubehörsortiment wurde erweitert. So verzeichnet das Unternehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein gesundes Wachstum.